Gemeinde Eichenzell

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Heimatmuseum Eichenzell und Egerländer Heimatstube


Ritterrüstung aus dem Heimatmuseum Eichenzell
Heimatmuseum Eichenzell und Egerländer Heimatstube
Munkenstraße 1
36124 Eichenzell

Leitung:
Adolf Penzel
Tel.: 06659 / 13 41


Öffnungszeiten:
donnerstags von 16.00 bis 18.00 Uhr

Für Gruppen und Schulklassen kann ein gesonderter Termin zur Besichtigung und Führung vereinbart werden. Die Führungen sind kostenlos.


Auf einer Fläche von 180 m² bietet das Heimatmuseum den Besuchern einen umfassenden und aufschlussreichen Einblick in die Kultur und Lebensweise der Bevölkerung in und um Eichenzell. Es beinhaltet die Vor- und Frühgeschichte, Entstehung und Entwicklung des Ortes und ist bemüht, die Ideen ständig zu komplettieren.

Einen angemessenen Raum nehmen die sakralen Exponate ein, darunter eine Ablichtung der handschriftlichen Eintragung in die Kirchenchronik von dem evangelischen Pfarrer Lorenz Bader aus dem Jahre 1590, der von den Ebersbergern während der Reformationszeit in Eichenzell eingesetzt war.

Eine Ritterrüstung weist auf das Ebersberger Geschlecht hin, das über 450 Jahre in dem Dorfe ansässig war und das Dorfgeschehen in Eichenzell mitbestimmt hat. Ihr größter Verdienst war wohl der urkundlich erwähnte Bau einer Kirche in Eichenzell im Jahre 1340.

"Eichenzell in Alten Ansichten" zeigen 70 Großfotos (Reproduktionen), das älteste aus dem Jahre 1891. Das gesamte Dorfleben, das in den früheren Jahren landwirtschaftlich geprägt war, spiegelt sich darin wieder. Dazu gehören auch die Exponate von den früheren Handwerksbetrieben, wie Schmiede, Wagner, Küfer, Schuster, Schneider u. a.
Von der ehemaligen Domäne, die frühere Mönchszelle in Eichenzell, berichtet ein Lagerbuch aus dem Jahre 1714/15. Der damalige Verwalter hat durch seine genauen Eintragungen sehr viel Wissenswertes aus dieser Zeit festgehalten.
Integriert in das Heimatmuseum in Eichenzell sind zwei Vitrinen mit Kriegsgefangenenarbeiten und Erinnerungsgegenstände der letzten Heimkehrer vom Kreis Fulda aus russischer Gefangenschaft, die bei einigen bis zu 4 1/2 Jahre dauerte. Die Kriegsgefangenenarbeiten sind Dinge der Volkskunst, so schreibt die VdH-Zeitung, und sie sind Zeugnisse von Kultur in ihrem sozialen Umfeld. Sie sind auch Beweise handwerklichen Könnens unter primitiven Voraussetzungen und darin liegt ihr besonderer Wert.

Durch die Darstellung des Brauchtums und der Lebensweise der Dorfbevölkerung bietet das Heimatmuseum einen gewissen Kontrast zu dem Museum in Schloss Fasanerie, indem einst Äbte und Landgrafen residierten.
So ist das Heimatmuseum bemüht, das kulturelle Erbe und die historischen Zusammenhänge besonders den jungen Besuchern näherzubringen. Auf dieser Basis können sie begreifen, daß die Gegenwart auf der Vergangenheit basiert und zugleich das Fundament legt für die Zukunft. Eine intensive Beschäftigung mit der Vergangenheit wird nicht nur Interesse wecken, sondern evtl. auch das Handeln beeinflussen. Denn, wer sich mit der Materie befaßt, erhält Erkenntnisse und Einsichten.

Egerländer Heimatstube

Sie dokumentiert mit ihrer umfangreichen Sammlung die erfolgreiche Integration der 500 Egerländer, die 1946 als Heimatvertriebene in Eichenzell ankamen. Die Exponate vermitteln dem Besucher Einblicke in die Kultur, Geschichte, das religiöse Leben sowie die Wirtschaft im Egerland. Schwerpunkte der Sammlung sind Trachten, Musikinstrumente, Textilien, Lederwaren, böhmisches Porzellan und Rubinglas.






Heimatmuseum Eichenzell


Kurzfilm über das Heimatmuseum Eichenzell

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