Gemeinde Eichenzell

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Neue Aussegnungshalle in Döllbach eingeweiht


Schutz vor Wind und Wetter

Seit fast 50 Jahren wünschen sich die Döllbacher bei Beerdigungen, nicht im Freien stehen zu müssen. Jetzt ist die lang ersehnte neue Aussegnungshalle nach eineinhalb Jahren Bauzeit fertig.

Wieso die Halle notwendig ist, das zeigte sich am 15.12.2017 bei der feierlichen Einweihung deutlich: Während der Schneeregen vom dunklen Dezemberhimmel immer stärker wurde, standen die Anwesenden im Trockenen. Auch vom pfeifenden Wind war nur wenig zu spüren.

"Hier war die ganze Zeit nichts", sagte Eichenzells Bürgermeister Dieter Kolb  und zeigte auf die Pflastersteine, die grauen Wände und das Dach. All die Jahre waren die Döllbacher bei Beerdigungen auf dem kleinen Friedhof am Ortsausgang Richtung Thalau buchstäblich im Regen stehen gelassen worden. Edwin Balzter, Vorsitzender der Gemeindevertretung, erinnerte sich: "Schon bei der Gebietsreform 1972 haben die Döllbacher eine Leichenhalle gefordert." Doch Geld dafür stand nie zur Verfügung. Auch als Ortsvorsteher Markus Roth 2011 ins Amt gewählt wurde, schlug das Thema bei ihm auf. Schnell wurde klar: Für eine Leichenhalle, die von allen Seiten geschlossen ist, fehlen die Mittel. Also einigte man sich darauf, dass wenigstens ein Unterstand gebaut werden soll. 2014 wurde das Projekt schließlich in den Investitionsplan der Gemeinde Eichenzell aufgenommen. "Dann wurde es immer wieder verschoben", blickte Balzter zurück.

Vor knapp zwei Jahren erfolgte dann laut Kolb die Genehmigung, ab Juli 2016 die Bauarbeiten. Aus dem einfachen Unterstand wurde schließlich ein pietätvoller Ort mit einer Grundfläche von 42 Quadratmetern. "Die Aussegnungshalle ist schöner und aufwendiger geworden als geplant", erläuterte Kolb. "Aber es hat sich gelohnt." Insgesamt 65 000 Euro hat die Gemeinde ausgegeben. Die Halle von Architekt Thorsten Gensler ist in modernem, schlichten Grau gehalten. Zentral ist das Kreuz an der
Wand. Zu zwei Seiten hin ist das Gebäude geschlossen. Tafeln mit Bibelversen stimmen andächtig. Auf einer Bank können sich die Trauernden ausruhen. "Die Döllbacher haben nun nicht nur einen Schutz vor Wind und Wetter, sondern auch einen geschützten Bereich mit der angemessenen Atmosphäre", sagte Kolb. Die Segnung der Halle nahm Pater John
Roy Vechuvettickal vor. Laut Ortsvorsteher Roth leben in Döllbach 160 Menschen. Ein bis zwei Beerdigungen werden jährlich am Friedhof abgehalten. 
Corinna Hiss / Fuldaer Zeitung
 




 


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