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31.05.2018

2018-05-31 | Aktuell: Eichenprozessionsspinner

Die Raupen des Eichenprozessionsspinners breiten sich in unserer Region aus.

Auch in der Gemeinde Eichenzell wurden die ersten Nester gefunden. Zur Zeit werden entsprechende Hinweisschilder von den Mitarbeitern des Bauhofes aufgehängt und ein Fachbetrieb ist mit der Beseitigung beauftragt.

Sollten Sie auch ein Nest des Schädlings auf Ihrem Privatgrundstück entdecken, sperren Sie den Bereich bitte weiträumig ab. Gerne stellen wir den Kontakt zu einem Fachbetrieb zur Beseitigung her.

Bei Fragen steht Ihnen Dieter Seuring vom Bauamt unter 06659 979-62 oder unter dieter.seuring@eichenzell.de  zur Verfügung.

Foto: Eichenprozessionsspinner, FVA, Abteilung Waldschutz

Flyer des Grünflächenamtes der Stadt Frankfurt

Kurzinformationen des Gesundheitsamtes

Welche gesundheitlichen Beschwerden können auftreten?

Während der Sommermonate erfolgt eine Entwicklungsphase, in der die Raupen Haare mit reizenden und sensibilisierenden Stoffen bilden. Der Kontakt durch Einatmen oder Berührung kann zu Haut- und Atemwegreizungen mit allergischen Reaktionen wie Juckreiz, Husten und Asthma führen. Mit der Anzahl der Kontakte steigt die Empfindlichkeit (Sensibilisierung).


Wann genau besteht überhaupt eine Gefährdung durch die Raupenhaare?

Die „gefährliche“ Entwicklungsphase, in der die reizend wirkenden Raupenhaare freigesetzt werden, beginnt i.d.R. frühestens Mitte Mai. Bei kalter Witterung im Frühling kann sich dieser Zeitpunkt bis in den Juni verschieben.
 

Dauer der Gefährdung:

Obwohl bereits Ende Juli die ersten Falter aus den Raupen „freigesetzt“ werden, besteht bis in den späten Herbst das Risiko einer Reizung bzw. allergischen Reaktion. Da die Haare sehr beständig sind, bleiben diese in den „Nestern“ ggf. auch in der Umgebung längere Zeit erhalten.
 

Wo sind die Raupen zu finden ?

Befallen sind Eichen und zwar bevorzugt freistehende besonnte Bäume, d.h. an Waldrändern, in Parks, Ortsbegrünungen etc. Auch künstliche Lichtquellen können eine Rolle spielen, die Falter werden dann durch Straßenlaternen angelockt und legen die Eier an den entsprechenden Stellen von bestrahlten Eichen ab.

Wie kann man die Raupen eigentlich erkennen ?

Unschwer zu erkennen ist die „kettenförmige“ Fortbewegung des Familienverbandes auf Nahrungssuche (Eichenblätter), die an eine Prozession erinnert. Tagsüber halten sich die Raupenfamilien meist in sogenannten Gespinstnestern am Stamm oder in Astgabelungen auf.

Wie kann man die Raupen bekämpfen ?

Meist werden die Raupen ohne Einsatz von Chemikalien mit Sporen des auch in der natürlichen Umwelt verbreiteten „Bacillus thuringensis“ bekämpft. Der Erfolg dieser Maßnahme ist von verschiedenen Umgebungsbedingungen abhängig. Das Präparat wirkt zudem nur während des Raupenstadiums, wichtig ist eine Beaufschlagung noch vor der Phase, in der die Raupenhaare freigesetzt werden. Unter sorgfältiger Beachtung von Schutzmaßnahmen können die Nester auch mechanisch durch hierfür spezialisierte Unternehmen entfernt werden. Dabei wird das Nest mittels Geräten abgesaugt, die auch bei der Asbestsanierung alter Gebäude eingesetzt werden. Diese Geräte können eine Verbreitung der Haare in die Umgebung zuverlässig ausschließen.

Wer ist für die Bekämpfung zuständig ?

Der Befall von auf öffentlichem Grund stehenden Bäumen wird durch die Städte und Gemeinden im MTK bekämpft, die Abwehr auf privatem Grund liegt in der Zuständigkeit des Eigentümers.