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09.10.2018

Am Gugge-Areal in Eichenzell planen Investoren einen Nutzungs-Mix

Kleine Geschäfte, Wohnungen, vielleicht ein Steakhaus mit Terrasse an der Fulda: Die Investoren Patrick Bohl und Sebastian Wess haben der Gemeinde Eichenzell ein Konzept vorgelegt, wie sie das Areal in der Fuldaer Straße 3, auf dem das Gugge-Haus steht, beleben möchten. Die 1300 Quadratmeter große bebaute Fläche wird die Gemeinde nun an die Investoren verkaufen.


Das Grundstück ist ein Filetstück mit Gräten: Es verlaufen dort Kanäle des Abwasserverbands. Hinzu kommt die Nähe zur Fulda, die zwar idyllisch sein kann, aber auch eine Hochwassergefahr birgt. Das große Plus: Das Areal liegt mitten im Kernort Eichenzell. Bis Ende August hatte die Gemeinde, die das Grundstück besitzt, einen Investorenwettbewerb ausgelobt. Die Vorgaben: Der Schwerpunkt sollte auf zentralem Wohnen liegen, mindestens drei Wohneinheiten waren gefordert – am besten barrierefrei. Außerdem mussten mindestens zehn Parkplätze geschaffen und der Zugang zum Bahnhof gewährleistet werden. „Zwei Interessenten haben ein Angebot abgegeben.


In den Ausschüssen und im Ortsbeirat hat man sich dann auf ein Konzept verständigt“, erklärte Bürgermeister Dieter Kolb in der Gemeindevertretersitzung am 27.09.2018, in der das favorisierte Konzept der Investorengemeinschaft Bohl und Wess vorgestellt wurde.


Die Idee ist ein Mix aus Wohnen, Gewerbe und Gastronomie. „Ich arbeite seit Jahren in der Gastronomie und will seit Längerem in Eichenzell was bewegen“, sagte Patrick Bohl, der aus Eichenzell stammt und das Catering-Unternehmen Genuss3 Catering führt. Zusammen mit einem Kooperationspartner möchte er im Gugge Viertel, wie er das
Gelände nennt, einen Gastrobereich entwickeln. „Am liebsten wäre mir ein Steakhaus oder mediterrane Küche“, sagt Bohl.

 

Der Blick von der Fulda aus: Im kleineren Haus (rechts) ist ein Restaurant geplant. Animation: Schmitt Roggel Architekten


Im Plan, der von Schmitt Roggel Architekten entworfen wurde, ist darüber hinaus die Rede von einer Wein- und Gin-Bar. Der Gastro-Bereich soll etwa 170 Quadratmeter umfassen und eine Terrasse zur Fulda hin bieten. Zuvor muss das Gugge-Haus abgerissen werden. Geplant sind zwei Neubauten. Im größeren Haus sollen im Erdgeschoss
drei Gewerbeflächen und in den oberen Etagen sieben Wohnungen geschaffen werden. Unter dem Haus ist eine Tiefgarage vorgesehen.

Ein Modell zeigt, wie die beiden Häuser geplant sind. Foto: Investorengemeinschaft Bohl & Wess

 

Im kleineren Gebäude sind im Erdgeschoss Restaurant und Bar und darüber zwei Wohnungen geplant. Zwischen den Häusern verläuft ein Durchgang zum Bahnhof.
Die Gemeindevertreter lobten das Konzept: „Die Umsetzung wird eine Bereicherung sein“, betonte Joachim Bohl, Fraktionsvorsitzender der CDU/CWE-Fraktion. Lutz Köhler, Fraktionsvorsitzender der SPD, nannte die Idee eine „hervorragende Geschichte“, und Gerhard Dehler, Fraktionsvorsitzender der BLE, sprach von einem „gelungenen
Projekt“. Allerdings gaben die Kommunalpolitiker zu bedenken, dass für die Gäste des Restaurants zusätzliche Parkplätze bereitgestellt werden sollten. Patrick Bohl erklärte, dass er Parkmöglichkeiten auf einem Grundstück in der Nachbarschaft in Aussicht gestellt bekommen habe.

Patrick Bohl (links) und Sebastian Wess haben ihr Konzept bei der Gemeindevertretersitzung vorgestellt. Foto: Daniela Petersen


Text: Daniela Petersen / Fuldaer Zeitung