DE EN

+49 (0) 66 59 / 979-0

DE EN

Mo. Di. Do.

Mi.

Fr.

Sa.*

08.00 – 16.00 Uhr

08.00 – 18.30 Uhr

08.00 – 12.00 Uhr

10.00 – 12.00 Uhr

* nur in geraden Kalenderwochen

Menü

28.01.2019

Jahresempfang der Gemeinde Eichenzell

Motivation vom Extremsportler

Hainzeller Sascha Gramm spricht bei Jahresempfang über Wüstenlauf

Rund 180 Menschen haben beim traditionellen Jahresempfang der Gemeinde Eichenzell am 25. Januar 2019 auf das neue Jahr angestoßen. Ein Hosenfelder Extremsportler nahm die Gäste mit auf eine Reise in die Mongolei; der Rathauschef blickte zurück und voraus.

Hauptredner der 20. Ausgabe des Jahresempfangs, der im Kultursaal des Eichenzeller Schlösschens stattfand, war Extremsportler und Triathlet Sascha Gramm aus Hosenfeld-Hainzell. Er berichtete vor geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft, Kirche und Gesellschaft unter anderem über seine Erlebnisse bei dem 250 Kilometer langen Gobi March 2018 in der Mongolei, bei dem er Rang 14 erreicht hatte und damit bester Deutscher in seiner Altersklasse war.

Er sprach unter anderem über seine monatelange Vorbereitung mit mehreren Marathons und allmorgendlichen Läufen von seinem Heimatort nach Fulda zur Arbeit. Erfolg brauche Fleiß, Einsatzwillen, Verzicht und positives Denken sowie planvolles Handeln.

„Mit Motivation und einer Zielsetzung können Sie Ihre Ziele erreichen“, sagte der 39-Jährige. Manchmal sei es gut, über etwas nicht nachzudenken – „einfach machen“, riet er. Zugleich nahm der Betriebswirt und zweifache Familienvater die Gäste des Empfangs mit einer Bildpräsentation mit großformatigen Fotos mit auf eine Reise durch die beeindruckenden Landschaften der Wüste Gobi in Zentralasien, in der er mit rund 250 anderen Läufern aus 48 Ländern rund eine Woche verbracht hatte. Sie tauchten ein in die traditionelle Lebensweise der Mongolen, erlebten die Reise und den Lauf über sechs Etappen mit.

Zuvor hatte Eichenzells Bürgermeister Dieter Kolb einen Rück- und Ausblick gegeben: Das zurückliegende Jahr in der Gemeinde sei geprägt gewesen von zahlreichen wirtschaftlichen und politischen Initiativen und Projekten.

Als Beispiele nannte er den Krippenanbau, der 905.000 Euro gekostet habe, die Ausweitung der Betreuungszeiten in drei Kitas sowie die Reform der Jugendförderung, wodurch pro Jahr bis zu 80.000 Euro mehr an die Vereine fließen könnten. 2019 werde der Schlosspark umgestaltet, der sogenannte Guckehaus-Komplex mit Wohnungen und gehobener Gastronomie an der Fuldaer Straße errichtet sowie das Büchenberger Feuerwehrhaus neu gebaut. Zudem appellierte der Rathauschef an Verantwortliche in Politik, Wirtschaft und Vereinen, respektvoll und wertschätzend miteinander umzugehen.

Außerdem sprach der Vorsitzende der Eichenzeller Gemeindevertretung, Edwin Balzter. Er sorgte mit einer kurzweiligen Schilderung der vergangenen Tage für Lacher.

Balzter, Leser eines konservativen Wochenmagazins, berichtete von der Lektüre eines Textes bei Rotwein, in dem Eichenzell als „Kaff in der Provinz“ bezeichnet wurde, woraufhin Balzter noch am selben Tag der Autorin eine lange E-Mail schrieb und sie tags darauf anrief, um sie in die Gemeinde einzuladen. Mit Erfolg: Sie kam zu einem Gespräch, sah sich im Dorf um – und schrieb daraufhin einen ganzseitigen Artikel über das Eichenzeller Glasfaserprojekt.

Abgerundet wurde der Jahresempfang von Musik des Fuldaer Duos Songs for 2 und einem Abendessen aller geladenen Gäste.

Text: Norman Zellmer / Fuldaer Zeitung

Fotos: Christian Schmitt / Osthessen-News