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Wasserrückhalt

Maßnahmenpaket umgesetzt

Der Klimawandel verstärkt Starkregenereignisse und verlängert Trockenphasen im Sommer. Schäden können durch gezielte Rückhaltung und Speicherung von Niederschlagswasser im Wald abgemildert werden: Verminderter Oberflächenabfluss und eine verstärkte Wasserspeicherung verbessern den Wasserhaushalt nicht nur lokal, sondern können sich auch auf unterliegende Siedlungs- und Landwirtschaftsflächen positiv auswirken. Der Hochwasserabfluss bei Starkregen kann verringert, die Grundwasserneubildung gefördert und die Wasserversorgung der Wälder in Trockenphasen stabilisiert werden. Gleichzeitig können durch einen verstärkten Wasserrückhalt Gewässer und ihr Umfeld sowie Feuchthabitate ökologisch aufgewertet und so an den Klimawandel angepasst werden.

Auch der Wald am Rippberg ist trotz seiner zahlreichen Quellen von Dürreschäden betroffen. Der natürliche Wasserabfluss wird durch den Menschen stark beeinflusst. Fahrspuren, Wegeseitengräben und Durchlässe konzentrieren oberflächlich fließendes Wasser und leiten es schnell und ohne Möglichkeit zur Versickerung aus dem Wald in den Döllbach. Das erhöht auch die Hochwassergefahr bei einem Starkregenereignis.

Am 20.04.2026 wurden die umgesetzten Maßnahmen durch Sophie Hartmann und Leopold Haberl (HessenForst) vorgestellt und zusammen mit den Mitarbeitern der Gemeinde Eichenzell begutachtet. Teil der Begehung war auch die Festlegung zukünftiger Wartungsarbeiten, um den Wasserrückhalt am Rippberg kontinuierlich sicherzustellen und schrittweise zu verbessern.

Der Schutz vor Starkregenereignissen und Dürreperioden ist sowohl HessenForst, als auch der Gemeinde Eichenzell ein wichtiges Anliegen. Daher wurde ein Maßnahmenpaket finanziert, das sich aus ca. 60 kleinen Maßnahmen zusammensetzt, die sich über den ganzen Hang verteilen. Dadurch wird Wasser im Wald zum Versickern gebracht, um einerseits den andauernden Trockenphasen entgegenzuwirken und andererseits Siedlungs- und Landwirtschaftsflächen vor Oberflächenabfluss zu schützen. Viele kleine, gut platzierte Maßnahmen bewirken wesentlich mehr als ein einziges großes Rückhaltebecken. Bereits jetzt ist sichtbar, dass mit den verwendeten finanziellen Mittel die erwünschte Wirkung erzielt werden kann.

Folgende Maßnahmen wurden umgesetzt:

  • 18 neue Rigolen: Rigolen erfüllen die gleiche Funktion wie ein Durchlass, nur dass das Wasser auf breiterer Fläche und deutlich verlangsamt den Weg durchfließen kann. Sie stellen naturschutzfachlich bei Quellgerinnen, wie sie am Rippberg häufig vorkommen, die deutlich hochwertigere Variante dar

  • Anlage von ca. 30 Sickermulden um den Oberflächenabfluss zu verlangsamen und das Versickern im Boden zu fördern

  • Abschläge an Wegebanketten und an Fahrspuren: Abschläge führen das Wasser aus der Fahrspur oder vom Forstweg wieder in den Bestand. Im besten Fall landet auf diese Weise gar nicht erst so viel Wasser im Wegeseitengraben

  • Händische Verbauung der vorhandenen Erosionsrinnen mit Hölzern

Bei Fragen können Sie sich an Sophie Hartmann von HessenForst (0160-4714955) oder an Joleen Bleuel von der Gemeinde Eichenzell wenden (06659 979-168).